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Tiefschlaf

Die Gesundheit und die Vitalfunktionen des Körpers sind an die individuelle Schlafqualität gebunden. Ein gesunder Schlaf ist daher die Grundvoraussetzung für die psychische und physische Regeneration sowie eine hochwertige Lebensqualität.

Der Schlaf umfasst zwei Kernphasen; den Tief- und den REM – Schlaf. Schlafforschern zu Folge sind lediglich die Tiefschlafphasen für einen gesunden und erholsamen Schlaf bedeutend. Ausschließlich während dieser Intervalle finden essentielle Vorgänge zur Gesunderhaltung von Körper und Psyche statt. Der menschliche Organismus sollte daher pro Nacht mindestens 1 bis 1 ½- stündige Tiefschlafphasen durchleben. Gemäß Experten sind bereits 4 Stunden Schlaf ausreichend, um diesen Richtwert zu erreichen. Während des Tiefschlafs drosselt das Gehirn seinen Energieverbrauch um durchschnittlich 25 % bis 40 %. Gleichzeitig koordiniert es kontinuierlich unsere Körperfunktionen.

Der Schlafverlauf unterliegt bestimmten Stadien. Nach einer anfänglichen Wachphase ( Einschlaflatenz ), wechseln sich Tiefschlafphasen und Episoden des REM – Schlafes ab. Diese aufeinander folgenden Sequenzen bilden einen Schlafzyklus. In einer durchschnittlichen Nacht durchläuft der menschliche Organismus 4 bis 5 Schlafzyklen. Die einzelnen Zyklen umfassen im Zuge dessen ein Zeitfenster von 80 bis 110 Minuten. Zu Beginn des Schlafens überwiegt der Tief-, zum Ende der REM – Schlaf.

Der REM – Schlaf geht untrennbar mit schnellen Augenbewegungen einher. Laien klassifizieren diese Phase als Traumschlaf. Veralteten Annahmen zu Folge dient dieser vorwiegend zum Transfer von Gedächtnisinhalten in den Langzeitspeicher. Aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen widerlegen diese Theorie.

Entsprechend findet dieser bedeutsame Prozess primär im Tiefschlaff statt. Diese Informationsübermittlung ist für Erinnerungs -, Lernfähigkeit und das Immunsystem von fundamentaler Bedeutung. So transferiert das Gehirn im Laufe dieser Phase unter anderem vom Körper erworbenes Wissen ins Langzeitzentrum. Spezifische Informationen bezüglich verschiedener Krankheitserreger und Keime werden auf diesem Weg langfristig gespeichert. Daher erkennt der Körper in der Folge entsprechende Erreger und bekämpft diese effektiv. Deshalb bildet der Tiefschlaf das Fundament für ein intaktes Immunsystem. Die Abwehrkräfte werden auf diesem Weg fortwährend modifiziert und gestärkt.

 

Die Tiefschlafphase ist elementar für die Regeneration des Körpers. Im Verlauf dieses Zeitfensters werden spezifische Wachstumshormone ausgeschüttet, die die Zellerneuerung fördern. Zudem wird der körpereigene Reparaturmechanismus angeregt. Schlafdefizite begünstigen daher die Faltenbildung und reduzieren die Dichte der Haut. Ferner hemmen diese Wundheilungsprozesse.

Fehlende oder gestörte Tiefschlafphasen führen zu einer konzentrierten Produktion von körpereigenen Entzündungsbotenstoffen. Diese können Folgeerkrankungen wie etwa Herz- Kreislauferkrankungen oder Bluthochdruck hervorrufen.

Das Schlafen mit Belichtung ist laut Forschern schädlich. Studien entsprechend forciert das Schlafen unter Dauerlicht den Alterungsprozess. Im Zuge dessen produziert der Körper vermehrt Entzündungsbotenstoffe. Die im Organismus so ausgelösten Entzündungen, können zu Muskelschwund und Osteoporose führen.

Um den Tiefschlaf und dessen Effektivität zu optimieren, sollen Schlafräume gut abgedunkelt werden. Schmerzpatienten ist zudem eine weiche Matratze zu empfehlen.