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Schwitzen

Warum schwitzen wir Menschen eigentlich und wie können wir dies reduzieren?

Der Körper senkt im Schlaf seine Temperatur. In der ersten Nachthälfte geschieht der größte Temperaturabfall, der Körperkern ist dann bis zu 1,5 Grad kühler als am Tag. 

Damit der Körper soweit abkühlen kann, gibt der Körper Wärme von innen nach außen ab, damit er sich abkühlen kann und zwar über eine bessere Durchblutung und Verdunstung. Daherwirkt die Haut wirkt nur dann wie ein Kühler, wenn die Umgebung genügend Wärme aufnimmt. 

Deshalb ist das Bett, die Matratze, die Decke und natürlich die Schlafzimmertemperatur- und Feuchtigkeit so enorm wichtig. Das gelingt aber nicht, wenn der Schläfer in dicke Decken verpackt ist oder in warmer Heizungsluft liegt. Ist unser Schlafplatz also nicht optimal, versucht der Körper immer weiter, die Kerntemperatur zu senken. Die Folge ist, dass der Schläfer anfängt zu schwitzen.

Schwitzen stört die erholsame Nachtruhe und steigert dadurch die Wachphasen in der Nacht. Viele Schlafmediziner empfehlen daher das Bett und die Decke zu prüfen. Man sagt, dass 80 % der Wärme nach oben entweicht und 20 % nach unten. Schlussfolgernd kann man über eine geeignete Zudecke, die eine gute Atmungsaktivität und Feuchtigkeitsregulierung besitzt, viel überflüssiges Schwitzen vermeiden. 

Klimaregulierende Unterlage ist wichtig

Es ist jedoch einfacher die Füße aufzudecken oder die Decke zu entfernen, als die darunter liegende Matratze. Besonders eine nicht klimaregulierende Unterlage kann den Schlaf stören, wenn die Liegefläche sich sofort erwärmt und wir uns ständig umdrehen müssen. Es empfiehlt sich daher eine sehr atmungsaktive, feuchtigkeitsregulierende und klimatisierende Matratze. Viscoschaum und Latex eignet sich aus dem Grund nicht unbedingt. Eine Kaltschaummatratze ist im Laufe der Jahre bereits deutlich atmungsaktiver geworden, durch viele Einschnitte und das verwenden von offenporigen Schäumen. Leider trifft dies nicht auf alle Fabrikate zu.

Taschenfederkernmatratzen sind besonders gut bei schwitzen

Besonders empfehlenswert sind Taschenfederkernmatratzen, da diese im Innenkern, wo der Federaufbau sitzt, eine sehr Luftzirkulation haben. Dadurch kann die Matratze durchgängig atmen und die abgegebene Feuchtigkeit hervorragend transportieren. Hierdurch entsteht nicht nur ein angenehmeres Gefühl für den Schläfer, die Gefahr, dass eine Matratze von innen schimmeln kann oder diese zum Nest von Hausstaubmilben wird, ist ebenfalls minimiert. Zudem ist ein trockenes Raumklima mit 30 bis 40 Prozent Luftfeuchtigkeit optimal und die Schlafzimmertemperatur sollte nicht höher als 18 Grad sein.

Nächtliches Missbefinden können auch an Krankheiten oder Missbefinden liegen, etwa zu viel Stress oder hormonelle Schwankungen während der Wechseljahre: Beides kann die Temperaturregulierung des Körpers aus dem Gleichgewicht bringen.

Neben einer passenden Matratze und Zudecke, lässt sich durch folgende Maßnahmen das Schwitzen oftmals reduzieren:

  • atmungsaktive Kleidung
  • luftdurchlässige Bettwäsche
  • Frischluft
  • Entspannung, zum Beispiel 
  • Yoga-Übungen
  • positive Gedanken an Erfolgserlebnisse vor dem Schlaf
  • bewusstes Nichtstun vor der Bettruhe
  • die to-do-List beiseite legen und stattdessen ein Notizbuch neben das Bett legen, um spontane Eingebungen aufzuschreiben
  • wiederkehrende Alpträume sind eine Ursache dafür, schweißgebadet aufzuwachen, dagegen helfen beruhigende Musik und Filme (wer unter Schlafstörungen leidet, sollte vor dem Einschlafen nicht unbedingt Horror-DVDs gucken)
  • Verzicht auf schweres, scharf gewürztes und fettreiches Essen in den zwei Stunden vor dem Einschlafen, ebenso Verzicht auf Alkohol, Kaffee und Zigaretten am Abend.
  • eine Dämmerungsphase einlegen, also eine Stunde vor der Nachtruhe das Licht dimmen, Kerzen anzünden etc.
  • den Biorhythmus stabilisieren, also, wenn möglich, ungefähr zur gleichen Zeit einschlafen und aufstehen