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Innere Uhr

Die wichtigen Lebensfunktionen werden bei jedem Lebewesen, nicht nur beim Menschen, durch die Innere Uhr gesteuert. Die Innere Uhr sorgt dafür, dass sich alle Prozesse im Körper an den Tagesablauf anpassen. Die Erde benötigt für eine Umdrehung um die eigene Achse 24 Stunden, nach der biologischen Uhr des Menschen dauert ein Tag allerdings 25 Stunden. 

Der Wechsel von Tag und Nacht ist entscheidend. Das Licht ist der Taktgeber für die Innere Uhr. Wird es dunkel, wird die Produktion des Hormons Melatonin im Körper angeregt. Es stellt sich Müdigkeit ein, der Körper hat Gelegenheit sich zu erholen. Umgekehrt wird bei Tagesanbruch der Melatoninspiegel im Körper gesenkt. Der Körper wacht auf und wird leistungsfähig. Der Blutdruck, die Herzfrequenz und die Körpertemperatur unterliegen ebenfalls diesem Rhythmus.

Durch die Innere Uhr wird bestimmt, ob man ein Morgenmensch oder ein Abendmensch ist. Der Morgenmensch steht gerne zeitig auf wird aber auch am Abend schneller müde und braucht Schlaf. Der Abendmensch schläft am Morgen länger, ist aber am Abend länger aktiv und leistungsfähiger. Obwohl es genetisch bestimmt ist welcher Typ man ist, kommt es im Laufe des Lebens zu Veränderungen. Kinder sind in der Regel Morgenmenschen, junge Erwachsene Abendmenschen und ältere Personen zeigen die Tendenz, wieder zu Morgenmenschen zu werden. 

In der westlichen Welt leben immer weniger Menschen nach dem natürlichen Rhythmus der durch den Tag- und Nachtwechsel vorgegeben wird. Statistische Daten zeigen, dass jeder Dritte unter Symptomen leidet, die darauf zurückzuführen sind, dass die Innere Uhr nicht beachtet wird. Dauerhafte Nacht- und Schichtarbeit führen zu Schlafstörungen, innerer Unruhe, Magenbeschwerden etc. Es ist bewiesen, dass Nachtarbeiter ein dreifach erhöhtes Risiko haben später psychisch krank zu werden.